Sportministerin will „Strukturen verschlanken“ und fällt dem Bundespräsidenten in den Rücken

Die FAZ veröffentlichte am 26. Februar ein Interview mit Christiane Schenderlein, CDU und Staatsministerin für Sport und Ehrenamt. Zwei Sachen waren auffällig. Zum mäßigen Ergebnis der deutschen Eissportlerinnen und Sportler bei Winterspielen erklärte sie:

Dieses Ergebnis ist auf jeden Fall ein Handlungsauftrag, an der Spitzensportförderung weiterzuarbeiten und die Spitzensportagentur zu gründen. Wir wollen die Sportförderung einfacher und zielgerichteter ausgestalten und in die Hände von Expertinnen und Experten legen.“

Von mehr Förderung des Breitensportes kein Ton. 18 Jahre vor möglichen Olympischen Spielen werden die Finanzmittel für den Sport knapp und die Strukturen im Sport müssen „verschlankt“ werden:

Auch die Sporthilfe hat Vorschläge gemacht, wie wir die finanzielle Unterstützung verbessern können. Das lassen wir in die Diskussion einfließen. Aber natürlich ist die Haushaltslage angespannt, weshalb wir auch die Strukturen verschlanken müssen. Damit die Leistungsstarken, die wir fördern wollen, die Möglichkeiten bekommen, Topergebnisse abzuliefern.“

Trotzdem ist „die Bewerbung ist das größte sportpolitische Ziel der Bundesregierung.“

Auf die Kritik des Bundespräsidenten Steinmeier an einer Olympiabewerbung 2036 antwortete sie respektlos:

Ich hatte noch nicht wahrgenommen, dass ihn das so sehr bewegt. Deutschland muss sich seiner historischen Verantwortung bewusst sein. Das gilt immer und unabhängig von einem bestimmten Ausrichtungsjahr. Die Bundesregierung bekennt sich klar zur deutschen Olympiabewerbung des DOSB Der DOSB geht daher folgerichtig für die Jahre 2036, 2040 und 2044 ergebnisoffen in den Prozess mit dem IOC.“

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