Bei einer sehr hohen Wahlbeteiligung von 49,6 % (in München lag sie bei 42 %, in NRW bei 32,7 %) stimmten 357.911 Personen gegen eine Olympiabewerbung, während 293.819 Personen dafür stimmten. Die Olympiakritiker haben sehr gut mobilisiert, wenn man bedenkt, dass der Hamburger Senat und die Hamburger Wirtschaft 18 Millionen Euro für die Werbung ausgegeben haben, während die Gegner nur über einen kleinen Etat verfügten.
Der Erste Bürgermeister der Stadt Hamburg, Dr. Peter Tschentscher, ist tieftraurig. Der Kölner Oberbürgermeister – ebenfalls SPD – hat dagegen jetzt einen Konkurrenten weniger. Dazu kommt, dass die Chancen von Berlin beim DOSB sehr gering sind. Ein Bürgerentscheid würde erst nach einer Entscheidung für Berlin stattfinden und könnte eine deutsche Bewerbung insgesamt zunichtemachen. Es läuft also auf München oder Köln-Rhein-Ruhr hinaus.
Oberbürgermeister Burmester hatte nach dem NRW-Ergebnis am 20. April im Deutschlandfunk öffentlich Gespräche mit den Kölner Olympia-Kritikern angekündigt. Dies hat er jedoch mit Nolympia Colonia nicht gemacht. Wollte der Oberbürgermeister nicht im Team spielen, und alle Kölner und Kölnerinnen mitnehmen? Stattdessen macht er ein Solo. Ob er damit gewinnt?

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