Ist dabei sein alles?

Infostand in Chorweiler

Für NOlympia ist es ein Arbeitsergebnis, für den Ministerpräsidenten hingegen ein „beeindruckendes Ergebnis“.

Die Leute in den meisten Städten wurden durch die emotionale Kampagne nicht erreicht, insbesondere, wenn man bedenkt, wie viel Geld die Städte, das Land und private Unternehmen dafür ausgegeben haben.

Die Mobilisierung in den Städten des Ruhrgebiets war gering. Das hängt mit den Sorgen der Menschen zusammen. Dort war oft das Argument „Wir haben andere Sorgen“ zu hören. Deshalb sind wohl viele nicht wählen gegangen, dadurch sind die Zustimmungswerte der Befürworter so hoch.

Die Stimme von NOlympia war wichtig. Wir haben sachliche Kritikpunkte an der Bewerbung entwickelt und die Kosten immer wieder hinterfragt. Wir sind weiterhin der Meinung, dass die von Ministerpräsident Wüst prognostizierten Durchführungskosten von 4,8 Mrd. Euro bei weitem nicht ausreichen werden. Viele Ökonomen und Fachleute weisen darauf hin, dass sich die Kosten verdreifachen können.

Wir können nicht erkennen, dass die vom Landessportbund einforderten, 3,6 Milliarden Euro für die Infrastruktur von Sportstätten jetzt investiert werden. In Köln müssen 48 Sportstätten saniert und der Sanierungsstopp aufgehoben werden.

Bis zum 4. Juni haben das Land NRW und die 17 Kommunen die Aufgabe den  Bewerbungs-Fragenkatalog des DOSB zu beantworten und einzureichen. Da helfen dann keine Emotionen, sondern Fakten und Zahlen, die der Ministerpräsident längst auf den Tisch hätten legen können.

Köln ist Leading-City in der Wahlbeteiligung, beim Stimmenauszählen und bei den Menschen, die sich nicht für die Olympischen Spielen aussprechen. Aus der Bestrahlung der Hohenzollernbrücke wurde dann nichts. Die Party im LVR-Turm konnte trotzdem steigen. Ist das der erste Olympia-Event?
Die Kölner Zahlen schauen wir uns am Montag an.

Jörg Detjen, Roland Schüler

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