Zweiter großer Themenblock war die mögliche Olympiabewerbung Kölns zusammen mit weiteren Städten an Rhein und Ruhr. Hierüber wird in Köln Mitte April per Bürgerentscheid abgestimmt. Große Einigkeit war zu spüren, dass Olympia nicht exakt 100 Jahre nach Hitlers Propagandaspielen nach Deutschland kommen sollte.
Jörg Detjen, von der NOlympia Colonia Initiative, lieferte die Contra-Argumente: Warum 20 Millionen in eine chancenlose Bewerbung investieren, ohne durchgerechnetes Konzept auf NRW-Ebene? Kreuzfeld würde sich stark verzögern und viel größer werden als das bisherige, in die Natur eingebettete Woodhood-Konzept. Der Olympiastadionbau wäre nicht nachhaltig, eine Nachnutzung von Stadion und Olympischen Dorf schwer möglich. Und das bisherige Verkehrskonzept sei nicht ausreichend, ohne Regionalbahnhaltestelle in Kreuzfeld.
Andere sahen eher die positiven Aspekte: OV-Vorstandsmitglied Eike Danke setzt vor allem auf positive Effekte für den Breitensport und dass Kreuzfeld – bisher ohne Investor – sonst vielleicht gar nicht käme. Die GRÜNEN sollten hier keine Verhinderungspartei sein. Katharina Dröge betonte, die GRÜNE Bundestagsfraktion sei für eine Bewerbung Deutschlands und sehe hier auch Chancen, u.a. für den Infrastrukturausbau. Allerdings müssten dafür auch die von den Kölner GRÜNEN beschlossenen Anforderungen eingehalten werden. 20 Milliarden und mehr könnten hier zu sonst nicht stattfindenden Investitionen führen – unter anderem in Köln.
Andere Diskussionsteilnehmer verwiesen auf positive (München) oder negative Erfahrungen (London) früherer Bewerberstädte. Das Thema soll auf einer weiteren Mitgliederversammlung im März oder Anfang April weiter diskutiert werden.
In der Bezirksvertretung Chorweiler hat die GRÜNE Fraktion eine umfangreiche Anfrage zu Olympia gestellt, damit die Menschen im Kölner Norden alle nötigen Fakten und belastbare Zahlen haben. (Bündnis 90/Die Grünen OV Chorweiler, Marc Kersten)

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