Den Menschen in NRW, die wegen der Olympiaentscheidung für München jetzt enttäuscht sind, möchten wir sagen: Es ist besser so! Einer unserer Hauptkritikpunkte waren die Verkehrsprobleme in NRW und die Anbindung der Austragungsorte an das Olympische Dorf. Bei der ersten Punktebewertung der DOSB-Kommission für „Reisezeiten“ erreichte München 95,5 Punkte, Köln-Rhein-Ruhr hingegen nur 63,5 Punkte.
Das war ein entscheidender Faktor. Wie der bayerische Ministerpräsident Söder die einzeln stimmberechtigten Sportverbände vor der Abstimmung umworben hat, kann man nur erahnen.

Weder die 15 Kommunen in NRW noch das Land selbst haben die Finanzkraft, um Olympische Spiele zu stemmen. Die Kommunen verschulden sich immer weiter. Zudem muss man nüchtern feststellen, dass die Entwicklung einer guten Infrastruktur in der Metropolregion Rhein-Ruhr noch Jahre dauern wird. Dafür müssen viele Milliarden Euro investiert werden. Olympische Spiele hätten diese Aufgabe nicht gelöst, sondern einen weiteren Schuldenberg aufgetürmt.
Wir rufen den Sportlerinnen und Sportlern zu: Lasst uns gemeinsam mit den Kommunen dafür kämpfen, dass mehr für Gesundheit, Breiten- und Schulsport getan wird und die entsprechenden finanziellen Mittel in den laufenden Haushaltsberatungen bereitgestellt werden!
Das geplante Olympiastadion und das Olympische Dorf haben ein großes Kölner Wohnraumprogramm für 10.000 Menschen um drei Jahre verzögert. Das müssen der Kölner Oberbürgermeister und das Land NRW jetzt gemeinsam angehen. Wer schöne Bilder ins Netz stellt, muss nach der gescheiterten Bewerbung auch glaubhaft handeln.
Wir bedanken uns für die große Unterstützung in den letzten Monaten!
NOlympia Colonia, Jörg Detjen, Roland Schüler, Köln den 26.9.2026

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